CrunchBang Linux - schnell, stabil und hübsch

Ich hatte auf meinem Netbook Fedora (15, 16, 17) nun eine ganze Weile als einziges Betriebssystem installiert und war durchaus nicht unbegeistert: Die Pakete sind bleeding edge dennoch läuft das System rund (jedenfalls die letzten Veröffentlichungen); die Größe ist durchaus passabel und auch Gnome3 war für den Alltagseinsatz in der Regel schnell genug.

Häufig genug kam es allerdings vor, dass nicht nur Browser, Mail-Programm und Terminal, sondern noch ein weiteres Browser-Fenster und ein anderes Programm geöffnet waren, was einen EeePC vor eine Belastungsprobe stellt und Gnome unansehnlich werden lässt, von der Reaktivität des Systems ganz zu schweigen. Zuletzt hatte ich dann noch mit einem Grafikfehler zu kämpfen, der scheinbar nirgends beschrieben war und für den ich keine Lösung fand.

Also entschloss ich mich für einen Distro-Wechsel. Bei der Suche nach einer Alternative für mein bisheriges Linux stieß ich durch Zufall auf CrunchBang oder auch #! geschrieben. Diese Distro ist auf Geschwindigkeit und Stabilität ausgelegt und erreicht diese Ziele durch den Einsatz des als sehr stabil geltenden Entwicklungszweigs von Debian, der Version Wheezy, sowie OpenBox, einem leichtgewichtigen Fenster-Manager. Dazu wird eine Auswahl an Paketen mitgegeben, die auf der einen Seite die Performanz nicht einschränkt, auf der anderen Produktivität ermöglicht und Komfort sicherstellt.

Inzwischen hatte ich einige Zeit das System zu testen und gegenüber Fedora, aber auch Ubuntu vermisse ich nichts. Die Eingewöhnung fällt sehr leicht, das OS überzeugt durch eine hohe Geschwindigkeit, ohne Abstriche bei den täglichen Arbeitsroutinen. Auch mit einer großen Anzahl offener und Arbeitsspeicher-intensiver Anwendungen kommt #! klar.

Openbox ist hervorragend vorkonfiguriert, wodurch das OS auch visuell überzeugt. Und ein besonderes Schmankerl: Nach der – sehr fixen – Installation startet ein Post-Install-Skript, mit dem sich nach Bedarf weitere Software nachinstallieren lässt; so gibt es für Entwickler die Möglichkeit von vornherein wichtige Versionsverwaltungstools oder OpenJDK einzurichten.

Wer sich nun einen Eindruck verschaffen möchte: Bei Youtube gibt es eine gute Rezension zum aktuellen Waldorf-Release.